BUDDHISTISCHE GEMEINSCHAFT
JODO-SHINSHU SHIN DO e.V.
  
 

 

 

  JODO SHINSHU ( SHIN-BUDDHISMUS ) Der Shin-Buddhismus ist eine Tradition des Mahayana, eine Reine Land Schule, die sich in Japan entwickelt hat. Der Gründer dieser Tradition ist Shinran Shonin (1173-1262). Der Haupttempel der in Europa aktiven Shin-Buddhisten ist der Nishi-Hongwanji in Kyoto. Ungefähr ein Viertel aller japanischen Buddhisten gehören dem Reinen Land Buddhismus an. Jodo Shinshu bedeutet wörtlich übersetzt "die Essenz der Reinen Land Lehre". Shinran interpretiert die Reine Land Lehre auf eine neue radikale Weise. Er bezieht sich dabei vor allem auf drei Mahayana Sutren, auf das Grosse Reine Land Sutra, das Kleine Reine Land Sutra und das Meditationssutra. Er beruft sich auf sieben buddhistische Meister, die er zu den Patriarchen des Shin-Buddhismus zählt, auf Nagarjuna, Vasubandhu, T´an-luan, Tao-ch`o, Shan-tao, Genshin und Genku. Im Shin-Buddhismus steht der Buddha Amida ( Amitabha, Amitayus ) im Mittelpunkt.Amida ist ein transzendenter mythologischer Buddha, der vor so langer Zeit als Mensch gelebt hat,
dass seine Existenz nicht wissenschaftlich nachweisbar ist ( im Gegensatz zum historischen Buddha Shakyamuni, der vor ungefähr 2600 Jahren auf der Erde gelebt hat ). Im Großen Reinen Land Sutra wird von 48 Gelübden des Buddha Amida berichtet. Im 18. Gelübde verspricht der Buddha, dass alle Wesen, die den tiefen Wunsch haben, in sein Reines Land zu gelangen, sowie über wahres Vertrauen in ihn verfügen und seinen Namen aussprechen, in sein Reines Land gelangen werden. Ein Reines Land ist die Umgebung eines Buddha, seine Ausstrahlungskraft. Der Mahayana-Buddhismus geht von der Existenz vieler transzendenter Buddhas und ihrer Reinen Länder aus. Die Wiedergeburt in das Reine Land eines Buddha wird allgemein als besonders günstig angesehen, um ohne Hindernisse und viel schneller als sonst möglich, die vollkommene Erleuchtung zu erlangen. Die Möglichkeit durch wahres Vertrauen zur Befreiung zu gelangen wird schon in frühen buddhistischen Schriften erwähnt.
 


  Allerdings wird dabei davon ausgegangen, dass der Übende zu großen eigenen Anstrengungen in der Lage ist. Die Rezitation des Namens Amida Buddhas war ebenfalls schon lange vor Shinran bekannt. Auch dazu waren besondere Fähigkeiten seitens des Übenden erforderlich. Neu und radikal bei Shinrans Interpretation ist die Vorstellung, dass die Entwicklung von wahrem Vertrauen und damit das Erreichen des Reinen Landes auch für Menschen möglich ist, die nicht in der Lage sind, dies aus eigener Kraft zu erreichen.
Dies ist möglich durch die große spirituelle Befreiungskraft des Nembutsu. Mit Nembutsu ist der Name des Buddha Amida bzw. die Zufluchtsformel: ich nehme meine Zuflucht zum Buddha Amida = Namu Amida Butsu gemeint. Das Nembutsu hat deshalb diese große Wirkung, weil der Buddha darin seine in fünf Weltzeitaltern erworbenen Verdienste allen Wesen zur Verfügung stellt. Die Voraussetzung, dass das Nembutsu wirken kann, ist der starke Wunsch nach
Befreiung bzw. nach der Geburt im Reinen Land. Die PRAXIS von Jodo Shinshu besteht vor allem aus der Rezitation des Nembutsu. Die Rezitation von Texten dient zur Beruhigung und Klärung des
Geistes. Wichtig ist das Hören der Lehre, womit im weiteren Sinne auch das Lesen von Texten und das Wahrnehmen und Vergegenwärtigen der Lehre und des Buddha gemeint sind.
Der verstorbene Reverend Saizo Inagaki hat es so ausgedrückt: Der Dharma sollte vernommen werden Mit Ohren, Augen, dem Herzen Und dem gesamten Körper, Bis wir von ihm durchdrungen sind. Durch diese Hinwendung zum Buddha und zur Lehre und durch die Kraft des Nembutsu, kann es zur Entwicklung von Shinjin, dem diamantenen Vertrauen, kommen. Shinjin ist die Voraussetzung für die Geburt im Reinen Land. Die Erfahrung von Shinjin ist das Erleben der Einheit mit dem Buddha, das Erleben des Reinen Landes hier und jetzt.
 


  Buddhistischer Runder Tisch
Der Buddhistische Runde Tisch ist eine Gesprächsrunde mit wechselnden Themen. (Zum Beispiel: Glück, Karma, Liebe und Anhaftung, Mitgefühl und Weisheit) Der Buddhismus bietet für uns eine erfrischende, befreiende, andere Sicht der Wirklichkeit. Die Lehre des Buddha ist pragmatisch und gibt konkrete Tipps für ein glücklicheres erfüllteres Leben. Man muss nicht BuddhistIn sein oder es werden wollen, um sich von dieser Weisheitslehre nspirieren zu lassen. Willkommen sind
iBuddistInnen und NichtbuddhistInnen, Menschen, die für sich einen spirituellen Weg suchen und solche, die etwas für ihre Allgemeinbildung tun wollen. Die Teilnahme ist kostenlos und unverbindlich (Spenden sind willkommen) Veranstalterin des Buddhistischen Runden Tisches ist die buddhistische Tradition Jodo Shinshu (Shin-Buddhismus ) unter dem Dach der buddhistischen Begegnungsstätte Shin Do e.V., vertreten durch Ilona Kogyo Just-Evers.
 
regelmäßige Termine:
Der Buddhistische Runde Tisch Berlin trifft sich an jedem letzten Dienstag im Monat im Cafe Bilderbuch, Akazienstr. 28, Berlin-Schöneberg, U-Bahn Eisenacher Str. von 19.00 bis 21.00 Uhr. Der Buddhistische Runde Tisch Potsdam trifft sich jeden vierten Donnerstag im Monat im Selbsthilfezentrum SEKIZ e.V., Hermann-Elflein-Str. 11, Tram- Station Luisenplatz von 19.00 bis 21.00 Uhr.
Ilona Kogyo Just-Evers
Friedrich-Franz-Str. 19, 12103 Berlin
Tel.: 75707161
 
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